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Eric Beinhocker: Die Entstehung des Wohlstands

Die Volkswirtschaftslehre hat in den letzten 20 Jahren in der westlichen Welt einen beispiellosen Niedergang erlebt. Die Ursachen sind vielschichtig und bei Politik, Gesellschaft und in der Volkswirtschaftslehre selbst zu finden. Ihre Modelle treffen immer weniger die wahren Marktzustände und sind deshalb oftmals für konkrete Handlungsanweisungen ungeeignet. Dies zeigt sich in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise. Da kommt das Buch des englischen Wissenschaftlers Eric Beinhocker über die Entstehung des Wohlstandes gerade recht. Seine erste wichtige Erkenntnis: Modelle der Volkswirtschaftslehre und der statischen Gleichgewichte in Einzelmärkten sind nicht mehr nutzbar. Beinhocker weist nach, dass für wirtschaftliche Tätigkeiten die grundlegenden Gesetze der Physik anzuwenden sind und dass für wirtschaftliches Handeln der erste und zweite Hauptsatz der Thermodynamik Gültigkeit haben. Danach gibt es in der Natur kein Gleichgewicht, und unsere Welt ist kein in sich geschlossenes System. Beinhocker entwickelt Handlungsalternativen für Finanzmärkte, für die Wirtschafts-, Gesellschafts- und Kulturpolitik. Sein Modell der "Komplexitätsökonomik" ist besonders geeignet für Leser, die gerade zu Beginn einer neuen Legislaturperiode auf Antworten in der Wirtschaftspolitik warten.

letzte Aktualisierung: 04.09.2017